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Ein Beitrag von Stefanie Aue

Ich betrete das Gebäude und stehe in einem Empfangsraum. Fröhliche Menschen unterhalten sich auf eine angeregte Weise. Ich wende mich an einen Mann, der entspannt, mit baumelnden Beinen, auf einem Tisch sitzt. „Hallo, ich möchte zum Ayurveda-Seminar“, höre ich mich sagen, ein bisschen überfordert von den vielen neuen Eindrücken, die ich in diesem Moment wahrnehme. „Ja, hallo!“, sagt der Mittvierziger äußerst willkommen heißend und so als hätte er nur auf mich gewartet. Sofort fühle ich mich wohl.

Da bin ich nun, bei meinem ersten Ayurveda-Seminar. Die Teilnehmer versammeln sich in einem der Räume des Yogazentrums, in dem das Ayurveda-Seminar stattfindet, und lauschen gespannt den Ausführungen des Referentenpaars, das offensichtlich aus langer Erfahrung mit der Materie spricht. Vata, Pitta, Kapha, Doshas, Geschmacksrichtungen, Heilpflanzen und Massagetechniken – nach ein paar Stunden schwirrt mir der Kopf von so viel Input.

Beim gemeinsamen Mittagessen bereite ich mit einer anderen Kursteilnehmerin einen Obstsalat zu. In gemütlichem Kapha-Tempo teilen wir uns die Aufgaben. Sie pflückt die Weintrauben von der Rispe, ich halbiere sie auf fast schon meditative Weise für den Salat. Als die anderen uns zuschauen, lachen sie laut los: Nur Kapha-betonte Menschen können eine solche Ruhe an den Tag legen! Ein bisschen ertappt stimmen wir in das Gelächter mit ein, denn was gibt es Schöneres, als über sich selbst lachen zu können!

Am Ende des Seminars gehen wir alle fröhlich nach Hause. Wir haben viel wertvolles Wissen aufgenommen und praktische Erfahrungen gesammelt. Ich bin mir sicher, ich bin nicht die einzige, bei der die Begeisterung für Ayurveda an diesem Tag entfacht wurde.

Dieses, mein erstes, Ayurveda-Seminar ist mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt her. Dennoch hat mich die indische Wissenschaft seitdem immer wieder aufs Neue fasziniert. Zunächst vor allem auf körperlicher Ebene über Heilpflanzen, Ernährung und ayurvedisches Kochen. Mittlerweile begeistert mich jedoch vor allem die Wirkung von Ayurveda auf die Emotionen, den Verstand und nicht zuletzt auch auf die spirituelle Ebene des Menschen.

Umso mehr freue ich mich darüber, dass ich mit der Zeitschrift Tattva Viveka vor kurzem ein umfassendes Sonderheft zum Thema Ayurveda herausgebracht habe, dass viele verschiedene Aspekte dieses Medizin-Systems beleuchtet. Welche Kriterien gelten bei der ayurvedischen Ernährung? Wie sieht eine ayurvedische Konsultation aus? Und was haben Meditation und Spiritualität mit Ayurveda zu tun? Viele Fragen, auf die die Autoren der Ausgabe präzise Antworten geben.

Hier verrate ich euch mehr über fünf von mir ausgewählte Artikel:

  • Carina Preuß vom Ayurveda Parkschlösschen, einem 5-Sterne-Ayurveda-Kur-Resort in Traben-Trabach, spricht in ihrem Artikel beispielsweise darüber, wie man sich gesunde Gewohnheiten antrainieren kann, und gibt praktische Anregungen, wie es gelingt, ayurvedische Empfehlungen in den eigenen Tagesablauf zu integrieren.
  • Spannend finde ich insbesondere den Artikel von Dr. Hedwig Gupta: Sie teilt ihr Wissen zum Thema Frauenheilkunde und Ayurveda mit uns. In ihrem Artikel erklärt sie, wie Menstruationsbeschwerden durch Ayurveda gelindert werden können. Zu den von ihr empfohlenen Maßnahmen zählen unter anderem Wärme, Regelmäßigkeit, Feuchtigkeit und Ruhe.
  • Ulrich Bauhofer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ayurveda mit eigener Praxis in München, gibt in seinem Artikel Einblicke in den Ablauf einer ayurvedischen Konsultation. Pulsdiagnose, Anamnese und Untersuchung werden von ihm vorgestellt. Gleichzeitig geht er auch auf die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten ein, die Ayurveda bietet: Phytotherapie (Heilpflanzenkunde), Ernährungstherapie, die Anpassung an den eigenen Biorhythmus, Entgiftung, Stressmanagement und Bewegung können alle zu unserem Wohlbefinden und zur Genesung beitragen.
  • Wer mehr über Vastu, das indische Pendant zum Feng Shui, lernen möchte, ist mit dem Artikel von Dr. Hans Rhyner gut beraten. Er zeigt unter anderem auf, wo Schlafzimmer, Esszimmer und Wohnzimmer in einem Haus am besten platziert werden sollten und wie energetische Abweichungen mithilfe eines Korrektur-Mandalas ausgeglichen werden können.
  • Im Artikel von Prof. Dr. Martin Mittwede, Dozent mit eigener psychotherapeutischer Praxis, geht es um das ayurvedische Verständnis von Meditation und Spiritualität. Unter Spiritualität wird in der ayurvedischen Tradition ein Streben nach Selbsterkenntnis und ethischem Handeln verstanden. Für viele mag das nach Askese und Rückzug klingen. Mittwede zeigt anhand des Ayurvedas jedoch auf, wie beides im Alltag gelebt werden kann.

Die Zeitschrift Tattva Viveka veröffentlicht seit über 25 Jahren Artikel zu den Themen Wissenschaft, Philosophie und spirituelle Kultur. Ein besonderes Anliegen der Zeitschrift ist es, Wissenschaft und Spiritualität zusammenzubringen. Gründer und Chefredakteur Ronald Engert verfolgt mit viel Herz dieses langjährige Projekt. Mit unserem ersten Ayurveda-Sonderheft möchten wir unseren Lesern viele Inspirationen liefern, um tiefer in das Thema Ayurveda einzutauchen. Die insgesamt 13 Artikel aus den unterschiedlichsten Bereichen des Ayurveda bieten hierzu die perfekte Möglichkeit. Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

*Werbung, da Namennennung

 

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