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Leben mit angezogener Handbremse

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Leben mit angezogener Handbremse

Ein Beitrag von Catherine Colombo  

Spürst du sie auch?

Ganz ehrlich, als ich mich für das Beitragsthema gemeldet habe, traf absolutes Gefühls-Wirrwarr auf Gedanken-Chaos. Meine Intuition rief: „Ich will!“ und mein Kopf: „Äh, warum das jetzt? Spinnst du?! Ist doch alles sutsche!“

 

Ich bin froh, dass ich auf meinen Bauch gehört habe. Der warf mir ein leises: „Schweig still!“, an den verstummenden Kopf.

 

So blieb es auch – still. Beim ersten Entwurf war mein Widerstand mehr als deutlich. Da kam nämlich gar keine Action auf die Tasten. Und so begab ich mich erstmal dem Prokrastinieren hin. Und glaub mal, an sich ist das so gar nicht meine Art. Ich neige in der Regel eher zu, manchmal auch blinden, Aktionismus. Wenn dir jetzt: Von „Nichts kommt nichts“ oder „Schaffe schaffe, Häusle baue“, in den Sinn kommen, liegst du ganz gut. Ich bin schließlich Schwäbin. 😉

 

Aber weißt du was? Mein auf-die-lange-Yogamatte schieben, hat mir gezeigt: Da ist jetzt so richtig was im Argen. Denn der schnöde, alte Spruch: „Schau dahin, wo es weh tut“, trifft. Bei mir mitten ins Herz.

 

Halt sie fest!

Wenn du mich von außen betrachtet, würdest du nie vermuten, dass ich meine Handbremse festhalte. Dafür verändere und entwickle ich mich zu regelmäßig weiter. Allerdings im abgesteckten Rahmen meiner kleinen sicheren Welt. Und eigentlich fängt es doch erst außerhalb von dieser Welt an, so richtig spannend zu werden.

 

In den letzten Jahren habe ich mein Leben gut eingerichtet. Als Marketing Manager und Yogalehrer in einer der schönsten Städte Deutschlands mit wunderbaren Menschen um mich herum. Alles scheint supergut. Natürlich mit Höhen und Tiefen und irgendeine Kleinigkeit fehlt ja immer… aber, wie meinte mein Denken: „Irgendwie ist alles sutsche!“

 

Und genau als meine Gedankenwelt mit „sutsche“ zufrieden war, genau da fing mein Herz zu trauern an. Denn ihm fehlte etwas. Mein Körper hat das viel früher gespürt, als es in meinem Bewusstsein ankam. Zum Glück hat er reagiert. Mit einer nicht enden wollenden inneren Unruhe. Die trotz regelmäßiger Asanapraxis und Meditation immer lauter gebrodelt hat. So laut, dass sie, durch mein mich ständig ablenkendes Tun, ins Bewusstsein vorgedrungen ist.

 

Nimm sie wahr!

Kennst du das auch? Dein Körper sendet dir Signale. Erst ganz leise, vielleicht mit einer verschnupften Nase. Aber da du nicht auf ihn hörst, wird er lauter. So wandelt sich deine Schnupfennase in wiederkehrende Infekte um. Und wenn du ihn dann immer noch nicht wahrnehmen willst, kommt eventuell eine chronische Bronchitis bei dir an. Natürlich kannst du hier z.B. … Nackenschmerzen, einen Bandscheibenvorfall, Neurodermitis oder jegliches Krankheitsbild einfügen. Ich habe gelernt, dass hinter jeder Krankheit etwas anderes steht. Nicht mein Körper leidet, sondern mein Sein.

 

Dem, Universum sei Dank, hast du einen wundervollen Coach an deiner Seite. Deinen Körper. Wenn dein Geist oder das Ego mal wieder mit den vermeintlich und ach so wichtigen Alltags-Themen beschäftigt sind, merkt dein Körper, dass dein Herz immer stiller wird. Und greift ein. Indem er dich mit sanften und immer präsenter werdenden Warnsignalen darauf aufmerksam macht. Begrüße das.

 

Denn dann darfst du achtsam mit dir selber umgehen. Deinen Körper pflegen, dir Zeit nehmen und dich immer wieder mit dir selbst verbinden. Dann wird es auf einmal still im Außen. Und du richtest deine Antennen auf dein Inneres und auf dein Fühlen. Die leise Herzensstimme kann wieder wahrgenommen werden. Und wenn ihre Worte an der Oberfläche angekommen, merkst du: Irgendwas stimmt gerade nicht.

Greif sie dir!

Dein Körper hält eine innere Weisheit für dich bereit. Lerne deiner inneren Stimme zuzuhören. Sie ist dein zuverlässigster Kompass und ein großes Geschenk. Leider vergisst du das ab und an wieder. Denn du bist in Gedanken und Mustern verstrickt. Zum anderen hast du das einfach verlernt. Kein Wunder, denn du lebst in einer schnelllebigen Gesellschaft, die das Denken im Fokus hat und das Sein hintenanstellt.

 

Das mag so sein, ist aber änderbar. Du darfst dich einfach dafür entscheiden, ein Teil der Veränderung zu sein, wenn du das möchtest.

 

Geh in dein Fühlen, wenn du an deine Krankheiten denkst. Versteckt sich dahinter etwas anderes, als, dass dein Körper gerade eine Auszeit braucht? Will dein wunderbarer Körper dir vielleicht einfach sagen, an welcher Stelle du mit angezogener Handbremse dasitzt und eine Veränderung scheust?

 

Ich glaube, dass wir großartige Signale bekommen. Das Lesen fällt uns noch schwer. Also dürfen wir lernen sie zu deuten. Mir hat als Einstieg in dieses Gedankenkonstrukt das Buch „Heal Your Body“ / „Heile deinen Körper“ von Louise Hay geholfen. Vielleicht ist es auch für dich einen Blick wert.

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Und wenn du Lust hast, schau dir Folge 17, „the body is the marker of truth“ an, auf  sergebenhayon.tv Die Inhalte haben es mir erleichtert, die körperlichen Prozesse beim Lösen meiner eigenen Handbremse zu verstehen. In dem Zuge konnte ich sie auch besser annehmen. Hierbei handelt es sich um unbezahlte Werbung und meine persönliche Empfehlung.

 

Lass sie los!

Mein Herz braucht zum Leben mehr, als sutsche und gediegen. Das Herz will mit Freude leben, lernen und wachsen – Wachstum für die Seele. Dafür braucht es Veränderung. Und das ist nicht möglich mit angezogener Handbremse. Denn das einzige was definitiv nicht geht, wenn ich mit festgezogener Handbremse dasitze, ist, mich bewegen.

 

Loslassen, das sage ich den Teilnehmer meiner Yogakurse regelmäßig. „Komm stabil in deine Asana, atme weiter und lass mit Leichtigkeit los.“ „Ja, Pustekuchen, was war Atmen noch mal und wie soll ich jetzt loslassen, da fall ich doch um…“  Kommt dir das bekannt vor? Mir schon. Und zwar aus allen Perspektiven.

 

Warum ist es so schwer loszulassen? Meine Handbremse, deine Muster, unsere Gedanken (an 3 Kinder, den neuen Job, Bedürfnisse des Partners, das Lebensziel… setz hier wahlweise ein, was dir so durch den Kopf kreucht und fleucht). Weil wir drauf trainiert sind. Wir vertrauen gelernten Muster und lassen uns durch Erfahrungen unserer Kindheit leiten. Und unsere Gedanken schnattern dazu fröhlich.

 

Und damit bestimmen unsere Gedanken unser Leben. Sie bringen uns aus dem Jetzt, dem einzigen Moment, in dem wir etwas ändern könnten, indem sie sich der Vergangenheit bedienen oder uns in eine unsichere Zukunft schicken.

 

Es ist jedoch so, dass du als erwachsener Mensch selbst die Verantwortung dafür tragen kannst, was dir wichtig ist. Du kannst dein Herz mit Freude füllen. Und du kannst deinen eigenen Weg gehen.

Was es dafür braucht? Harte Arbeit? Jahrelange Therapie? Deep Work?

Nein. Für eine Veränderung braucht es nicht viel. Verbindung – Verbindung zu dir selbst. Nimm dir Zeit dafür. Vertrauen – Vertrauen darauf, dass du am besten fühlst, was für dich das Richtige ist. Mut – Mut eine Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung für dich – genau jetzt in diesem Moment. Sag ja zu dir. Lass los und vertrau – vertrau deinem Herz!

Und dann geht’s los mit deiner aufregenden Reise zu dir selbst.

Enjoy the ride!

 

Von Herz zu Herz,

Catherine

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