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Morgens halb 10 in Deutschland

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Morgens, halb 10 in Deutschland.

 

Ein Mann kommt aus unserem Haus. Gekleidet mit Arztkittel, Einmal- Handschuhen, Schutzhaube für Mund und Nase und einem Arztkoffer. Die Kinder schlafen noch und ich denk als erstes daran, das sie später nichts im Hausflur anfassen sollten und schon gar nicht mit den Kids aus dem Haus heute spielen sollten. Könnte der Arzt ja im Haus gewesen sein, um einen Corona Test zu machen oder zu bestätigen. Vorsicht ist geboten. Die Corona Fallzahlen steigen, mit ihnen die Verschwörungstheorien. Vor Beginn der Ferien haben die LehrerInnen bereits gesagt wir können davon ausgehen, dass nach den Ferien wieder eine Art Homeschooling stattfinden wird. Die Schülerinnen waren nicht wirklich begeistert. Die Aussicht darauf mit Maske den gesamten Tag in kalten Klassenzimmern zu sitzen ist allerdings nicht minder begeisterungswürdig als zuhause alles mehr oder weniger alleine aufzuarbeiten. Vorletzte Woche war meine Große (6. Klasse, eine wichtige Klasse die zu weitreichenden Entscheidungen führen kann) 3 Tage mit einer Schnupfnase zuhause. In einigen Bundesländern ist eine Schnupfnase im Unterricht ok, in anderen nicht gern gesehen. Weder bei den Lehrern noch bei den Eltern der MitschülerInnen und schon gar nicht bei den eigentlichen Eltern. Ist mir doch bewusst, dass die Kids nicht so schnell wieder fit sind, wenn sie verschnupft in der kalten Klasse sitzen. Es soll ja gelüftet werden. Am liebsten den gesamten Tag. In der Schule meiner Tochter handhaben sie es so, das Fenster bleibt offen, bis jemand friert und danach wird wie empfohlen Stoß gelüftet. Wichtig und richtig. Aber auch kalt und mit Rotznase wenig hilfreich wieder auf die Beine zu kommen. Der Herbst beginnt ja gerade erst. Wie soll es also werden frage ich mich. Die Zeit jetzt, wo die Zahlen steigen. Die Menschen verrückt spielen.

 

Wie soll es also werden frage ich mich

 

Auf dem Weg zum Bäcker kommen uns Obdachlose entgegen, die auf mich in den letzten Wochen aggressiver wirken, sie motzen und schimpfen, können in ihrem Freiheitsdenken das Eingesperrt sein kaum ertragen. In der Facebook Gruppe unseres Stadtteils warnt man vor einem Übergriffigen, der es gerade eben so nicht geschafft hat, einer Frau etwas anzutun, auf einem Weg dicht bei uns. Das Schlimme an Corona in meinen Augen ist, dass alles andere Schlimme, alles andere Böse und alles andere was uns sorgt und ängstigt weiterläuft. So ganz nebenbei. Ich frage mich, ob es das ist, was die Verschwörungstheoretiker so stur und starr macht. Selbstverständlich bin ich ein großer Freund von nachfragen und hinterfragen, von sich selbst ein Bild machen und eigenen Entscheidungen. Aber wenn ich sehe, dass in den USA bereits 214.000 Menschen an Corona gestorben sind, wenn auf der Welt Massengräber ausgehoben werden wie hierzulande Brötchen gebacken werden, dann frage ich mich ernsthaft wie es sein kann das manche das Corona Virus immer noch verharmlosen können. Mit einer simplen Grippe vergleichen. Ja, uns geht es gut, meiner Familie auch. In 194 Ländern dieser Welt tobt aber gerade ein Krieg. Ein Krieg gegen ein unsichtbares Virus. Ich kann mir kaum vorstellen das all diese Länder gemeinsam beschlossen haben jetzt mal die Bevölkerung zu verarschen. Schon gar nicht gemeinsam.  Denn die anderen Kriege laufen ja auch weiter. Überall auf der Welt sterben Menschen. In Indien gibt es Beerdigungen im Schnellverfahren schreibt die Tagesschau. In Brasilien grassiert die kleine Grippe mit verheerenden Folgen im gesamten Land und trifft dort die Ärmsten der Armen am Härtesten. Keine Chance auf Rückzug und ausreichende Hygiene. In Russland wird mit Hochdruck ein umstrittener Impfstoff entwickelt, dort wo es aktuell am schlimmsten ist wird dieser mal eben schnell an noch lebenden Objekten ausprobiert. Irgendwie makaber, auf der anderen Seite für diejenigen die diesen Impfstoff entwickelt haben nur die logische Konsequenz. Das Virus spaltet diejenigen die es sich leisten können auf Abstand zu achten von denen die es eben nicht können. Es spaltet diejenigen die sich an die Auflagen halten, von denen die sich ihnen mit aller Macht widersetzen.

 

Für mich als global denkender, Yoga praktizierender Mensch steht eines im Vordergrund; Achtsamkeit und Wertschätzung allen Lebewesen gegenüber. Liebe und Vertrauen auf allen Ebenen. Miteinander anstelle von Gegeneinander überall dort wo es eben möglich ist. Das Problem daran ist aber das die Angst, die Sorge ebenso wie den Widerstand und das Verleugnen und Verharmlosen von COVID 19 derart beherrscht werden das dies aktuell unmöglich scheint.

Jeder hat seine Meinung dazu, die muss in jedem Fall auch lautstark verbreitet werden und sieht es jemand anders als man selbst wird derjenige erstmal verurteilt. Es ist einfacher zu verurteilen und über einen Kamm zu scheren als auch hier nachzufragen und zu vermitteln. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Die einen verlieren ihren Job oder haben Angst, ihn bald zu verlieren. Die anderen wissen nicht wie sie ihre Miete zahlen sollen. Es gibt Menschen unter uns die nichts zu essen haben oder darauf angewiesen sind, das andere es ihnen zuteilen und bringen und es gibt welche die haben zwar genug Lebensmittel, kämpfen dafür aber mit anderen Krankheiten und alltäglichen Schwierigkeiten. Ich bin mir sicher, es haben sich nicht mal eben 194 Länder zusammengetan um all das Leid, die Sorgen und Ängste auf der Welt zu bündeln und noch schlimmer zu machen. An den Spitzen dieser Länder sitzen sicherlich nicht immer nette und freundliche Leute, dennoch haben nicht all diese Strategen und Visionäre, nicht all die Virologen und Fachleute etwas davon wenn sich 7,77 Milliarden Menschen dieser Welt in Angst und Sorge verstricken lassen.

 

Im Übrigen, ich bin der festen Meinung Ayurveda hilft uns auch in dieser für viele extremen Situation. Vatas brauchen viel Ruhe und Beständigkeit um ihre Sorge nicht überhand nehmen zu lassen. Pittas brauchen kühlende Komponenten um ihre Wut und ihren Ärger auf was auch immer zu reduzieren und Kapha brauchen ein wenig mehr Hitze und Dampf, um sich aus ihrer Schockstarre zu lösen.

 

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