Ayurveda die ganzheitliche Lebensphilosophie aus Indien beschäftigt sich mit einem ganzhheitlichem Leben, im Einklang mit der Natur. Ein Leben voller Gesundheit und Vitalität. Mit Hilfe von Ernährung und einer entsprechenden Lebensweise kannst Du Dein Leben so beeinflussen, das Du in  Balance mit Dir lebst. Dieses spiegelt sich dann in Deiner Kraft, Vitalität und auch in Deinem Ausdruck und Deiner mentalen Balance.
Die  5 Elemente beeinflussen nicht nur die Natur und die Jahreszeiten, den Tagesrhythmus und alles was um Dich herum passiert, auch Dein ganz persönlicher Konstitutionstyp ( Dosha ) wird von ihnen beeinflusst.

Vata – Pitta – Kapha 

 

Die Doshas setzten sich jeweils aus den Elementen zusammen.

 

Vata: Luft und Äther (Raum)

Pitta: Feuer und Wassser

Kapha: Erde und Wasser 

Gleiches verstärkt Gleiches. Daher können wir die einzelnen Doshas durch Gegensätzliches ausgleichen, harmonisieren.
Ganz einfach gesagt, wenn Dir warm ist dann füge Dir keine Wärme hinzu,  sondern Kälte. Wenn Dir aber kalt ist, dann ist Wärme genau das Richtige. Diesen Grundsatz findest Du im Ayurveda überall wieder.
Die Grundkonstitution des Menschen wird zum Zeitpunkt Deiner Empfängnis festgelgt (Prakriti), ähnlich zu betrachten wie die Gene im Menschen. Eine ganz individuelle Verbindung der (Bio-) Energien. Somit besitzt jeder Mensch eine ganz eigene Zusammenstellung an Elementen im Körper, die sich als Dosha manifestieren. Es kann sein dass ein, zwei oder alle drei Doshas (Konstitutionstypen) dominant sind.

Es gibt den Vata Typ, Pitta Typ, Kapha Typ aber auch Pitta – Kapha Typ, Vata – Pitta Typ, Vata – Kapha Typ und den Vata – Pitta – Kapha Typ sind möglich.

Jeder Mensch benötigt aus diesem Grund ganz individuelle Dinge um gesund zu sein und zu bleiben. Jeder von uns kann aber auch ganz individuelle Dysbalancen entwickeln. Die Grundkonstitution,  quasi unsere Gene, beschreibt den ursprünglichen Typen (Prakriti –  Natur /erste Schöpfung) .

Ein Vata Typ zeichnet sich aus durch:
Einen eher schlanken Körperbau, eher gross oder klein, leichte Knochen und feingliedrige Gelenke die hervorstehen. Als Kind eher schlank mit dünner Haut und trockener, rauher, kalter Haut. Längliche Hände und Nägel die auch mal rauh oder brüchig sind. Längliches Gesicht mit kleinen aber aktiven Augen, feinem Haar das gern mal dünn oder nicht glänzend ist. Eine leise und sanfte Stimme mit unregelmässigem Hunger, einem eher schwachen Immunsystem und einer guten (kurzzeitigen) Sportlichkeit (aber kein Ausdauertyp). Ein Vata Typ hat gern viele Freunde, die aber eher unbeständig sind, kreative Hobbys wie tanzen oder reisen und eine schnelle Auffassungsgabe, ein klarer Verstand mit schnellen Reaktionen, die aber manchmal ohne Abschluss sind. Er ist gerne ideenreich, flexibel und neugierig.
Es muss nicht heißen, das Vata Typen alle der oben genannten Eigenschaften haben, da ja auch immer noch eines oder beide der anderen Doshas mit beteiligt sein können. Aber dieses sind Anhaltspunkte, die darauf hindeuten das Du ein Vata Typ bist, wenn Du Dich in den oben genannten Dingen wieder findest.

Vata Erklärung:
Elemente: Luft und Raum. Diese kannst Du harmonisieren indem Du die Elemente Feuer (Wärme), Wasser (fliessend) und Erde (Erdung) in Deinen täglichen Ablauf integrierst. In Zeiten (Tageszeiten Jahreszeiten, aber auch individuellen Lebenszeiten in denen Du das Gefühl hast, Vata ist in Dir zu hoch, zu dominant)
Prinzip: Bewegungsprinzip
Eigenschaften: kalt, trocken, beweglich, fein
Qualitäten: nicht greifbar, beweglich, kann Bewegung beeinflussen

Aufgaben im Menschen: Atmung/Atembewegung, initiiert Körperaktivitäten und Stoffwechselvorgänge
Steht für: Begeisterung und Beweglichkeit, aber auch für Kreativität und eine schnelle Auffassungsgabe, Lebendigkeit und Kommunikation

Sitz im Körper: Dickdarm (hauptsächlich)
Vata im Ungleichgewicht drückt sich aus in: Sorgen, Ängste, Schlaflosigkeit (besonders aufwachen mitten in der Nacht gegen 3:00/4:00 Uhr), Nervösität, unorganisiert, Zerstreutheit
Vata bedingte Krankheiten können sein: Verdauungsstörungen, Hörsturz, Schmerzen im unteren Rücken, Verspannungen, Gelenkbeschwerden
Körperliche Eigenschaften: eher dünn, eher beweglich, zierlich, klein (oder besonders gross), zart, leichter Schlaf,
Sinnesorgan im Verbindung mit Vata: Ohren und Haut
Was Vata erhöht: Stress, Kälte, Hektik, Reisen, Unruhe, zugige Luft, Winde, Alkohol, Zigaretten, spätes ins Bett gehen, zuviel Reize, unruhige Tagesroutine
Was Vata ausgleicht: Routine, Wärme, nährende Speisen, nährende Öle, Ölmassagen, Fussmassagen, Ruhe, Morgenroutine, Stabilität, Rhythmus, Erdung, ruhiges Yoga mit Vorbeugen und Standpositionen, Fokussierung, Meditation mit Fokus auf Ruhe, Atmung und Gleichmässigkeit, Meditation mit Mantra (So Ham (Ich bin), oder ich bin ruhig)
Was Vata steigert (Geschmack):
herb zum Beispiel Kurkuma (scharf, herb, bitter) oder Nelken(bitter, scharf),
scharf zum Beispiel Safran (süß, scharf, bitter) oder Senfsamen ( scharf, bitter) Zimt (scharf, süß) oder Sternanis (scharf, süß) aber auch Muskat (scharf, herb) oder Pfeffer (scharf) und
bitter zum Beispiel Kurkuma (scharf, bitter, herb), Nelken (scharf, bitter), Kreuzkümmel (scharf, bitter)

Was Vata ausgleicht (Geschmack):
süss zum Beispiel Safran (süß, scharf, bitter), Zimt (süß, scharf), Sternanis (scharf, süß),
sauer zum Beispiel Senf, Essig, Zitrusfrüchte und
salzig  zum Beispiel alle Arten von Salz, am liebsten Steinsalz,
aber auch durch warme Speisen mit wertvollen Ölen, regelmässige Mahlzeiten und zu gleichen Zeitpunkten essen, in Ruhe essen und langsamem kauen, warmen Getränken und langsamem trinken
Öle die für Vata wohltuend sind: nährende und wärmende Öle, wie Lavendel oder Sesamöl
Farben die für Vata wohltuend sind: dunkle und erdende Farben wie dunkelrot, braunen oder dunkelblau

Vata Zeiten im Tagesablauf: 2:00 – 06:00 morgens und 14:00- 18:00 nachmittags
Vata in den Jahreszeiten: November – Februar

Merke: 
In Zeiten in denen Vata erhöht ist, zum Beispiel im Tagesablauf oder im Jahreszeitenzyklus, aber auch wenn Vata in Dir erhöht ist, kannst Du es ausgleichen mit wärmenden Ölen, nährenden Speisen (warm), warmen Getränken und wohltuenden und warmen Ölmassagen. Ernähre Dich süss (zum Beispiel: Kohlehydrate, Reis, Milch, Ghee oder Datteln) , sauer (zum Beispiel: saure Früchte, Sauerkraut )  und salzig (zum Beispiel Steinsalz oder Salz aus Algen) und halte Tagesroutinen ein. Gehe zum Yoga in ruhige und erdende Stunden, meditiere täglich. Gönne Dir Rückzug der Sinne (Ohren) und halte Dich warm. Halte Deinen Kopf warm, auch gerne zuhause.

Namastè Deine Sunita

P.S. Pitta und Kapha Erklärungen folgen in Kürze!

11 Comments

  1. Liebe Sunita,
    Vielen Dank für deine tolle Beschreibung des Vata! Interessant, denn erst vor einer Woche haben wir mit meinem Mann genau darüber gerätselt, was der dritte Typ ist! Danke für die Aufklärung 🙂
    Ich freue mich schon auf die anderen 2 Typen!
    Viele liebe Grüße, Izabella

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.