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Mit Yoga Gutes tun – Yoga für alle e.V.

im Gespräch mit Cornelia Brammen, Gründerin von Yoga für alle e.V. über ungeahnte Möglichkeiten für Yogalehrende und Yoga-Interessierte

Conny: Eigentlich stellt ja die Gastgeberin die erste Frage. Ich hoffe, Du siehst es mir nach, Sunita. Aber ich möchte so gern sagen, dass Du die Entstehung des Konzeptes von sozialer Arbeit durch Yoga sehr inspiriert hast. Du hast schon 2015 Yoga für Geflüchtete angeboten. ‚Lokstedt in Motion’ hieß das Programm.

Sunita: Stimmt. Das war ein tolles Projekt. Zu der Zeit kamen auch einige der unterstützenden Yogalehrerinnen von  Yoga für alle e.V. , Pauline und Petra. Es hat Freude bereitet, dieses Projekt zu steuern und das Strahlen der Kinder beim Yoga zu sehen.

Conny: Und dann hast Du zwei Jahre das Projekt ‚Yoga bei Essstörungen’ ehrenamtlich geleitet. Das war eine unglaubliche Unterstützung für den Verein. So ein kontinuierliches Engagement gab es sonst nur beim Vorstand.

Sunita: Ja, auch das war eine lehrreiche und spannende Tätigkeit. Ich versuche immer einen Teil meiner Zeit ehrenamtlich einzusetzen. Ich erinnere mich noch gut an die Anfänge von Yoga für alle e.V. und an die erste und zweite LANGENACHTDESYOOOGA 2014/2015. Es war eine tolle Community, die da entstanden ist. Nun sind acht Jahre vergangen. Yoga für alle e.V. ist enorm gewachsen. Wieviele Yogalehrer*innen unterrichten inzwischen soziales Yoga?

Conny: Im Yoga-für-alle-eV-Netzwerk sind bisher 40 Yogalehrerinnen aktiv. Der größte Teil in Hamburg, sechs in München, zwei in Berlin.

Sunita: Toll, was ihr da aufgebaut habt. Ehrenamt bedeutet aber bei Yoga für alle e.V. nicht kostenlose Arbeit, oder?

 

Conny: Ehrenamt deswegen, weil wir als gemeinnütziger Verein kein Arbeitgeber sind. Und weil soziales Yoga über das Unterrichten hinaus ein aktives Engagement beim Verein erfordert: Durch Reporting an den Verein, in Yogalehrerinnen-Austauschrunden, bei der Evaluierung der Kurse, beim Fortentwickeln der Standards von sozialem Yoga. Wenn Yogalehrende eine Gemeinschaft und eine soziale Tätigkeit suchen, sind sie bei uns goldrichtig.
Wir zahlen pro Unterrichtseinheit 40 Euro Aufwandsentschädigung.

Sunita: Erzähl doch mal, wie genau definierst du soziales Yoga genau?

Conny: Was Yoga für alle e.V. macht, ist soziale Arbeit durch Yoga. Wir bringen Yoga zu Menschen, die in sozialen oder staatlichen Einrichtungen leben, betreut, beraten oder unterrichtet werden. Das sind Menschen mit psychischen Erkrankungen, mit Essstörungen, Menschen in Trauer und Menschen in Altersarmut. Aber auch Kinder, die in Stadtteilen mit Multiproblemlage aufwachsen. Zur Zeit haben wir 31 Kurse für bis zu 250 Menschen. Und es werden fast täglich mehr, denn der Bedarf nach sozialem Yoga ist groß.

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Sunita: Braucht Ihr denn aktuell Yogalehrer*innen?

Conny: Auf jeden Fall. Vor allem suchen wir
• in München: Seniorenyogalehrer*innen für den Bereich OMY! Yoga für Menschen 60plus
• in Hamburg: Kinderyogalehrer*innen für PrÄViG – Prävention im Grundschulalter.

Voraussetzung ist eine zertifizierte Yogalehrer*innen-Ausbildung (mind. 200 Stunden) sowie eine Fortbildung Yoga+Trauma. Toll wären auch mindestens zwei Jahre regelmäßige Unterrichtspraxis.

Sunita: Kann man Euch denn auch unterstützen, ohne Yogalehrerin zu sein? Und wie funktioniert das?

Conny: Unbedingt. Was wir dringend brauchen, ist ehrenamtliche Unterstützung bei Instagram und linkedin. Für Interessierte haben wir ein wunderbares digitale Onboarding, das mit diesem Online-Formular beginnt: Dein Ehrenamt bei Yoga für alle e.V.

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