Yin & Yang Yoga. Die beiden Polaritäten gehören zusammen, wie aber schaffen wir es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den beiden und anderen Polaritäten zu entwickeln

Yin & Yang gehören zusammen. Jedoch sind sie in unserer modernen Welt viel zu oft aus dem Gleichgewicht geraten. Die männliche Energie (Yang) steht für das Handeln und Aktivität. Die weibliche steht für die Akzeptanz und Passivität. Eine Dysbalance der beiden Polaritäten führt zu einem erhöhtem Stresslevel im Leben und in unseren Beziehungen auf allen Ebenen.

 

Yin & Yang Yoga

Während Yin für Innen- das Gewebe steht, steht Yang für das Außen – die Muskeln. Im Yin Yoga finden wir daher einen Zugang in unseren tiefen inneren Körper. In dieser Zeit darf gefühlt und wahrgenommen werden.

Benutze die Haltungen, um in den Körper zu kommen. Verwenden Sie nicht Ihren Körper, um in die Stellungen zu gelangen. Bernie Clark

Beim Yin Yoga lassen wir uns langsam in die Haltungen ein, Körper und Geist öffnen sich. In klassischen  Yang Yoga-Richtungen ist es andersrum. Hier gehen wir muskulär /mit dem Körper tiefer in die Haltungen rein.

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Yin und Yang stehen für die aufeinander wirkenden Gegensätze. Sie bezeichnen die polaren Kräfte, die im irdischen aufeinander wirken. Auf diesen Gegensätzen beruht alles.

Weiblich-männlich, Himmel-Erde, Ruhe-Bewegung, Kalt-Heiß, Tag-Nacht

Yang: sonnige Anhöhe der Südseite der Berge, wärmend, Licht, nach oben bewegend, trocken, Feuer, oben, außen (Muskeln, Haut), weich, Funktion, Bewegung, Kopf, Außenseite der Extremitäten, Fu Hohlorgane (Ma, Di, Dü, Gb, Bl, 3E), Abwehr Qi, akut…

Yin: dunkel, Nordhang des Berges, kühlend, Schatten, nach unten, beruhigend, feucht, , Wasser, innen (Organe),hart, Struktur, chronisch, Vorderseite, Körper, Innenseite der Extremitäten, Zang-Funktionskreise (Mi, Le, He, Lu, Ni), Nähr-Gu-Qi…

Die Wirkungsebene von Yin und Yang

Auf die Psyche, das Gemüt und unser Gehirn: Yin sedierend /beruhigend, Yang anregend/stimulierend

Auf unser Immunsystem und die Atmung: Yin entspannend, Yang aufhellend
Auf die Haut: Yin abkühlend, Yang erwärmend
Auf die Muskeln, Sehnen, Gelenke & Knochen: Yin adstringierend, Yang ausleitend, entgiftend

– Yin und Yang sind gegensätzlich
– Yin und Yang bedingen sich gegenseitig, die Betrachtung ist immer relativ – Yin und Yang verbrauchen /verdrängen sich gegenseitig
– Yin und Yang wandeln/nähren/erzeugen sich gegenseitig
– Yin und Yang unterdrücken sich gegenseitig

Und genau deshalb sind Yin & Yang nicht voneinander trennbar, das darf sich auch in einer Yoga-Stunde zeigen. Yin & Yang Yoga lässt sich wunderbar miteinander verbinden.

Im Yin Yoga wirkt die Praxis auf die Faszien, auf das Bindegewebe und das Innen liegende Gewebe. Die Positionen werden lange gehalten und die Muskeln sind weitestgehend entspannt. Yin Yoga bringt uns Stille und Ruhe, Entspannung auf tiefster Ebene. Diese Stille findest du entsprechend im Körper, in den Gedanken, im Geist und der Atmung. Es lädt uns ein, innezuhalten und zu Spüren.

Im Yang Yoga liegt der Fokus auf der Kraft und der Dehnung gleichermaßen. Kraftvolle Yoga-Haltungen und Abfolgen bringen uns Kraft und mobilisieren den Körper. Die Muskeln sind aktiv, der Körper darf auch mal ins Schwitzen kommen. Aktives Yoga wie Hatha Yoga, Kundalini Yoga oder Vinyasa Yoga lädt uns ein, den Körper zu spüren und im Hier und Jetzt zu fühlen.

In beiden Stilen können wir mal an unsere eigenen Grenzen kommen, egal, ob Yin oder Yang Yoga.

Wenn Yin & Yang im Ungleichgewicht sind, entstehen Dysbalancen in deinem Körper und in deinen Geist. Krankheiten können entstehen. Entsprechend wichtig ist es, Yin & Yang im Einklang zu bringen.

Zu viel Yin (Fülle) führt zum Beispiel zu einem Überschuss an Feuchtigkeit im Körper. Mögliche Folgen sind Verschleimungen, Wasseransammlungen und Schwellungen. Aber auch Erschöpfung kann einem zu viel an Yin geschuldet sein.

Ein zu wenig an Yin (Leere) wiederum kann dazu führen, dass sich Hitze in deinem Körper ausbreitet. Die Symptome können sich zeigen in: Hitzewallungen oder schwitzen, aber auch in Schlafstörungen oder Nervosität.

Ein Yang Überschuss (Fülle) kann dazu führen, dass du viel Durst hast, auch hier kann Schwitzen ein Symptom sein. Ebenso kann es dazu führen, dass du deine Gefühle schwer kontrollieren kannst oder zu Aggressivität neigst.

Eine Yang Leere wiederum, also ein zu wenig an Yang kann sich äußern in Antriebslosigkeit. Aber auch zum Beispiel in Störungen im Magen-Darm-Trakt, wie Blähungen oder Durchfällen sowie Blässe oder Kältesymptomen.

Spür doch mal in dich hinein, was kannst du bei dir wahrnehmen. Yin oder Yang? Ein Zu viel an oder zu wenig an? Schreib es mir doch mal hier her.

 

Schau doch auch mal hier vorbei, für Yin & Yang Yoga Sequenzen, Workshops, Ausbildungen 

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