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5 Gründe für eine Selbstständigkeit

Ein Beitrag von Kristina Myska

Gefühlt wie ein Hamster im Rad, jeden Tag das Gleiche, viele Bauchschmerzen und unter ständigem Druck – so fühlten sich die letzten Jahre an. Ich wollte da raus und fand endlich den Mut an mich zu glauben und vor allem die richtigen Gründe mich selbstständig zu machen.
Ich bin Krissi, selbstständige virtuelle Assistentin aus Hamburg. Als gelernte Kauffrau für Bürokommunikation habe ich die letzten Jahre in verschiedenen Branchen als Assistentin der Geschäftsführung gearbeitet, bis ich mich 2020 erst nebenberuflich, mittlerweile Vollzeit selbstständig gemacht habe. Ob vorbereitende Buchhaltung, Contentpflege oder Korrekturen, ich unterstütze, wo ich kann.

Ein paar dieser Gründe, möchte ich mit euch teilen:

1. Achtsam mit seinen Talenten

In jedem Job gibt es Dinge die man gut kann und vielleicht welche die man weniger gut kann bzw. mag. Das ist normal – Standard, damit muss man sich abfinden. Die Belastung, die damit einhergeht, mit Bauchschmerzen zur Arbeit zu gehen, weil man etwas tun muss, das man nicht kann oder will. „Zähne zusammenbeißen“, „wer etwas erreichen will, muss dadurch“… Wir alle wachsen mit solchen Sätzen auf. Und mit der Angst nicht gut genug zu sein. Durchzufallen oder gekündigt zu werden. Ich habe das Prinzip in der Schule schon nicht verstanden. Wenn ich mies in Mathe bin, aber gut in Sprachen… warum bleibe ich dann sitzen? Ich wähle Informatik als Kurs und kam in die Theatergruppe. Ich war viel zu schüchtern und dementsprechend schlecht. Es war meine Schuld. Heute habe ich mich davon befreit. Ich mache nicht immer was ich will aber was ich kann. Ich habe keine Angst mehr – ich bin so dankbar.

 

5 Gründe für eine Selbstständigkeit
2. Alle Ressourcen nutzen

In einem Bewerbungsgespräch einer großen Eventagentur, fragte mich der Geschäftsführer ob ich nicht das Gefühl hätte gescheitert zu sein. Er kam darauf, weil ich in unterschiedlichen Branchen gearbeitet hatte und nicht einen geraden Weg verfolgte. Ich verneinte das und verließ das Büro freundlich, aber bestimmt. Ich sah meine Flexibilität nie als Nachteil, wusste aber auch nicht ob es mir eines Tages etwas bringt. Heute weiß ich, dass es eine meiner größten Stärken ist. Ich kann drei Teller gleichzeitig tragen, die vorbereitende Buchhaltung machen und in Canva Grafiken erstellen. Für nichts zu schade und allzeitbreit, kann ich so viele verschiedene Bereiche bedienen und all meine Facetten dadurch ausleben… und es wird nie langweilig. Gescheitert? Niemals! Ich bin dankbar für jede Erfahrung, egal ob als Tellerwäscherin oder Assistentin der Geschäftsleitung.

3. Biologische Uhr

8 Uhr Arbeitsbeginn. Das bedeutet 6:30 Uhr aufstehen, wenn man frühstücken möchte, anziehen und 30 Minuten zur Arbeit fahren. Wirklich ansprechbar bin ich ab 10 Uhr. Mein Arbeitgeber bezahlt mich also 2 Stunden für Kaffeetrinken und krampfhaft versuchen mich zu konzentrieren. 17 Uhr Feierabend. Mein Hirn ist jetzt auf Höchstleistung – Schade, lieber Arbeitgeber. Das Beste verpasst du, weil die Strukturen zu eng sind und „es immer schon so war“. Heute bekommen meine Kunden das Beste, weil ich dann arbeite, wenn mein Hirn am aktivsten ist und ich den Kopf frei habe.

4. Hochsensibilität

Ich zähle mich zu den hochsensiblen. Ein Großraumbüro ist für mich eines der anstrengendsten Dinge, die ich je erlebt habe. Meine Filter alle auf mal anzustellen und dabei noch zu arbeiten, ist für mich kaum möglich. So viele Geräusche durcheinander. Tastaturen, Telefonate, Kaffeemaschine… Kein Verständnis, häufiger Schwindel und totale Erschöpfung waren die Folge. Heute suche ich mir aus, ob ich im Stillen für mich oder in einer lauteren Umgebung arbeite.

5. Selbstliebe

 

Ein klarer Schritt, zur Selbstständigkeit.

Warum ich den sicheren Job mit den Sozialversicherungen und dem freien Wochenende den Rücken gekehrt habe? Weil ich es mir wert bin. Weil ich mich mehr liebe als das Geld und die Rente (an die ich eh nicht wirklich glauben kann). Diese Freiheit und das Glück, ist jeder Verzicht auf Luxus-Handtaschen wert. Wer weiß, vielleicht sind die auch irgendwann wieder drin, aber dann kann ich all das genießen, weil ich keine Angst habe am Montag zur Arbeit zu gehen.

Ich wünsche jedem dieses Glück. Nicht jeder wird es in der Selbstständigkeit finden. Ich kenne viele die über die Strukturen eines Arbeitgebers dankbar sind. Niemandem möchte ich das absprechen. Für mich ist es richtig und ich hoffe und freue mich auf alles was noch kommt – ich bin dafür bereit!

 

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