Yoga Ausbildung online
Yoga Ausbildung online – kann das wirklich funktionieren?
Eine Yogaausbildung online machen? Vor einigen Jahren hätte sich das für viele wahrscheinlich noch etwas merkwürdig angehört.
Yoga lebt schließlich von Erfahrung. Von Bewegung, Wahrnehmung und von Begegnung. Davon, gemeinsam zu praktizieren, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
Kann all das wirklich online funktionieren?
Ich glaube: Ja. Aber nicht überall.
Denn am Ende ist nicht allein entscheidend, wo deine Yogaausbildung stattfindet. Viel wichtiger ist, wie sie aufgebaut ist, wie Lernen verstanden wird und ob es Raum gibt, das Gelernte wirklich zu erfahren. Fragen zu stellen, sich auszutauschen und die Energie, die auch online entstehen kann.
Was macht eine gute Yogaausbildung eigentlich aus?
Wenn wir an eine Yogalehrer-Ausbildung denken, denken wir vielleicht zuerst an Asanas.
Wie funktioniert eine bestimmte Haltung? Wie leite ich sie an? Wie baue ich eine Yogastunde auf?
Das gehört natürlich zu einer Yoga Ausbildung dazu.
Aber für mich beginnt eine gute Yogaausbildung an einer anderen Stelle: bei der eigenen Erfahrung und dem Austausch untereinander. Auch die Yoga Philosophie ist ein essentiell wichtiger Bestandteil des Yoga Wegs.
Bevor wir anderen Menschen erklären, wie sie sich bewegen sollen, dürfen wir lernen, selbst genauer hinzuspüren.
- Was nehme ich wahr?
- Warum fühlt sich eine Bewegung heute anders an als gestern?
- Warum sieht dieselbe Yogahaltung bei zwei Menschen vollkommen unterschiedlich aus?
- Und muss eine Haltung überhaupt auf eine bestimmte Art aussehen, um „richtig“ zu sein?
Je länger ich Yoga unterrichte, desto weniger interessant ist die Vorstellung von der einen perfekten Ausrichtung, viel mehr ist der jeweilige Körper und die aktuelle Lebenssituation im Vordergrund wichtig, um Asanas zu praktizieren.
Menschen bringen unterschiedliche Körper, Erfahrungen, Bedürfnisse und Voraussetzungen mit auf die Matte. Genau deshalb dürfen wir lernen, Bewegung nicht nur nach ihrer äußeren Form zu beurteilen.
Yoga verstehen statt Asanas auswendig lernen
Natürlich braucht es Wissen.
Anatomie und Biomechanik helfen uns beispielsweise dabei, Bewegungen und den Körper besser zu verstehen. Yogaphilosophie gibt uns einen größeren Rahmen für eine Praxis, die weit über das Körperliche hinausgeht. Meditation und Atemarbeit eröffnen wiederum ganz andere Ebenen der Wahrnehmung.
Doch Wissen allein macht noch keinen guten Yogaunterricht.
Ich kann sehr viele anatomische Begriffe kennen und trotzdem nicht wahrnehmen, was ein Mensch vor mir gerade braucht.
Ich kann eine perfekte Sequenz planen und trotzdem so sehr an meinem Plan festhalten, dass ich die Gruppe aus dem Blick verliere.
Und ich kann unzählige Asanas kennen, ohne wirklich verstanden zu haben, was Achtsamkeit in Bewegung bedeuten kann.
Deshalb ist die Verbindung zwischen Wissen, Erfahrung & Achtsamkeit so wichtig.
Lernen, Ausprobieren, Spüren, Hinterfragen, Beobachten. Nicht jeder Körper ist gleich, nicht jede Lebenssituation ist dieselbe. Nicht jeder hat dieselben Erfahrungen gesammelt. Somit brauchen wir alle auch ganz unterschiedliche Dinge!
Genau darin liegt für mich ein großer Teil des Mindful Movement.
Kann das online funktionieren?
Diese Frage begegnet mir immer wieder.
Meine Erfahrung ist: Online-Lernen kann sehr persönlich und intensiv sein, wenn wir es eben entsprechend gestalten.
Eine Yoga Ausbildung online bedeutet nicht zwangsläufig, allein vor einem Bildschirm zu sitzen und sich stundenlang aufgezeichnete Videos anzusehen.
Live-Unterricht ermöglicht Austausch. Wir können gemeinsam praktizieren, Fragen besprechen, Bewegungen beobachten und Erfahrungen miteinander teilen.
Und das eigene Zuhause kann dazu ein sehr guter Lernort sein.
Du praktizierst dort, wo Yoga später wahrscheinlich ohnehin einen Platz in deinem Alltag finden soll. Du brauchst kein besonderes Retreat-Setting und musst nicht erst an einen anderen Ort reisen, um dich mit deiner Praxis auseinanderzusetzen.
Natürlich ist online anders als vor Ort.
Aber anders bedeutet nicht automatisch weniger intensiv.
Der Vorteil, wenn Lernen Zeit bekommen darf
Was ich an einer längerfristigen Yogaausbildung besonders schön finde: Zwischen den einzelnen Ausbildungsmodulen passiert unglaublich viel.
Du lernst an einem Wochenende etwas über Anatomie oder Yogaphilosophie und begegnest diesem Thema in den nächsten Wochen plötzlich immer wieder.
Gerade deshalb kann eine berufsbegleitende Yoga Ausbildung online spannend sein. Die Ausbildung findet nicht getrennt vom normalen Leben statt, sondern begleitet dich über einen längeren Zeitraum hindurch.
Muss ich danach eigentlich Yoga unterrichten?
Nein.
Natürlich kannst du eine Yogalehrer-Ausbildung machen, weil du später selbst unterrichten möchtest.
Du darfst sie aber genauso gut für dich machen.
Vielleicht möchtest du deine eigene Yogapraxis besser verstehen. Vielleicht interessierst du dich für Anatomie, Meditation oder Yogaphilosophie. Vielleicht möchtest du herausfinden, wie sich Achtsamkeit und Bewegung miteinander verbinden lassen.
Und vielleicht weißt du heute noch gar nicht, ob du irgendwann unterrichten möchtest.
Auch das ist vollkommen in Ordnung.
Was sollte ich bei einer Online-Yogaausbildung beachten?
Wenn du überlegst, eine Yogaausbildung online zu machen, würde ich nicht nur auf die Anzahl der Ausbildungsstunden schauen.
- Schau dir auch an, wie unterrichtet wird.
- Findet die Ausbildung überwiegend live statt oder besteht sie hauptsächlich aus Videos?
- Gibt es Möglichkeiten, Fragen zu stellen?
- Wie groß ist die Gruppe?
- Welche Rolle spielen Anatomie, Philosophie, Meditation und Unterrichtspraxis?
- Gibt es Zeit zwischen den Modulen, um das Gelernte anzuwenden?
Und vielleicht am wichtigsten: Passt die Haltung, mit der Yoga vermittelt wird, überhaupt zu dir?
Denn eine Ausbildung begleitet dich über viele Monate und kann deinen Blick auf Yoga ziemlich nachhaltig verändern.
Da darf es nicht nur fachlich, sondern auch persönlich passen.
Vielleicht geht es gar nicht darum, mehr zu können
Wenn Menschen über eine Yogaausbildung nachdenken, entsteht manchmal das Gefühl, vorher besonders beweglich, erfahren oder „gut in Yoga“ sein zu müssen.
Ich sehe das anders.
Für mich geht es nicht darum, am Ende möglichst spektakuläre Asanas zu können.
Es geht vielmehr darum, neugieriger zu werden.
Auf den eigenen Körper.
Auf Bewegung.
Auf die Geschichten und Ideen hinter Yoga.
Und auf die Menschen, die wir vielleicht irgendwann selbst unterrichten.
Je mehr wir lernen, desto deutlicher wird oft, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt.
Vielleicht ist genau das eine der schönsten Erfahrungen einer Yogaausbildung: Nicht für alles eine fertige Antwort bekommen zu müssen.
Sondern bessere Fragen stellen zu lernen.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest
Viele dieser Gedanken sind auch in meine eigene 200 Stunden Yoga Ausbildung & Mindful Movement Ausbildung eingeflossen.
Die Ausbildung findet über rund ein Jahr online und live über Zoom statt. Dabei verbinden wir klassische Inhalte einer Yogalehrer-Ausbildung mit Anatomie, Biomechanik, Yogaphilosophie, Meditation und Mindful Movement.
Mir ist dabei besonders wichtig, dass es nicht darum geht, Bewegungen einfach nachzumachen oder fertige Unterrichtskonzepte auswendig zu lernen.
Wir wollen verstehen, ausprobieren, hinterfragen und unsere eigene Art entwickeln, Yoga und Bewegung zu vermitteln.
Wenn du gerade darüber nachdenkst, eine Yoga Ausbildung online zu machen und wissen möchtest, wie ich meine Ausbildung aufgebaut habe, findest du auf der Ausbildungsseite alle Inhalte, Termine und weiteren Informationen.
Vielleicht sehen wir uns ja auf der Matte. Oder vor dem Bildschirm.
*Bild mit KI generiert


