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Detox mit Ayurveda

Detox mit Ayurveda, ein Beitrag von Nicole Graeber von YoMiNi In diesem Beitrag erhälst Du ein weiteres, mega leckeres Kitchadi Rezept. Probier es doch gleich mal aus.

Die Annahme, dass eine regelmäßige innere Reinigung von Körper und Geist uns Menschen gut tut, hat in vielen Kulturen der Welt eine lange Tradition. Durch regelmäßiges Entgiften erhalten wir unsere Zellen, Gewebe und Organe jung und leistungsfähig.

Yogisch – Ayurvedisch Detoxen

Der Ayurveda bietet zahlreiche Möglichkeiten für die sanfte Entgiftung und Reinigung, damit du deine innere Balance ins Gleichgewicht bringen kannst. Die beste Zeit für die innere Reinigung ist die Übergangsphase von einer Jahreszeit in die andere. Gerade jetzt in der Übergangszeit von Winter zum Frühling empfiehlt Ayurveda eine kleine Reinigungskur. Weil das Wort Detox gerade so modern ist nenne ich das jetzt auch mal Detox mit Ayurveda, aber klassisch heißt es einfach Reinigungskur oder Entschlackungskur mit Ayurveda. Und was mir besonders gut gefällt: Im Ayurveda wird nicht streng gefastet, sondern die Ernährung umgestellt. Auf dem Speiseplan steht morgens, mittags, abends Kitchari, dazwischen sollten viel getrunken werden.

Die Grundzutaten jedes Kitcharis sind Basmatireis und Mungbohnen. Je nach Geschmack kann man leichte Gemüsesorten hinzugeben. Um die Verdauung zu entlasten empfiehlt es sich jedoch, anfangs beim Ursprungsgericht zu bleiben und erst nach und nach weiteres Gemüse hinzuzugeben. Wer Lust auf Abwechslung hat oder Heißhunger verspürt kann auch eine Prise Zimt hinzugeben.

Empfohlene Gemüsesorten für dein Detox mit Ayurveda

Artischocke, Gurke, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Karotten, Kürbis, Lauch, Okraschoten, Paprika, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Spargel.

Frische Kräuter, so viel du magst.

Und so geht mein Lieblings Kitchari Rezept:

Zutaten:

80 g Mungdal (gelbe halbierte Mungbohnen)
200 g Basmatireis
4 Tassen gewürfeltes Gemüse (1 Sorte unterirdisch z.B Süßkartoffel, Möhre, 1 Sorte grün z.  Spinat)
½ EL Koriandersamen
½ EL Fenchelsamen
½ EL Kreuzkümmelsamen
½ EL Kurkuma
½ EL frischer Ingwer
1 TL Salz
Ghee oder Kokosöl
Wasser
Kräuter nach Geschmack

Zubereitung:
Reis und Mungdal 6-8 Stunden (oder über Nacht) in Wasser einweichen. Danach gründlich mit Wasser abspülen.
Koriander, Fenchel, Kreuzkümmel mörsern, und  in Ghee kurz anrösten
Tipp: du kannst auch gemahlene Gewürze  oder eine Kitchari – Gewürzmischung nehmen.

Ingwer und Kurkuma zugeben.

Mungdal, Reis und das unterirdische Gemüse dazugeben und kurz andünsten. Mit Wasser auffüllen bis alles gut bedeckt ist. Aufkochen lassen und bei kleiner Hitze ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Eventuell zwischendurch Wasser nachfüllen.

Das grüne Gemüse erst kurz vor Schluss (5-10 Min.) dazugeben.

Mit Salz und Kräutern abschmecken.

Du kannst das Gemüse je nach Geschmack variieren und auch mit den Gewürzen experimentieren.

So lecker geht Fasten auf ayurvedische Art

Wenn Du abnehmen möchtest, verändere das Verhältnis zwischen Reis und Mungdal. Nimm dann 2 Teile Mungdal und 1 Teil Reis.

Wenn du zunehmen möchtest, dann mache es genau anders herum.

Pranayama – Detox  | Frische und Klarheit im Kopf über deinen Atem.

Die Atemübung Kapalabhati, auch Feueratem genannt, ist eine extrem wirkungsvolle Atemtechnik aus dem Yoga. Es ist eine aktivierende Atemübung und zugleich eine Reinigungsübung.

„Kapala” bedeutet „Schädel” und „Bhati” heißt „Licht” oder „leuchten”, davon abgeleitet kann man den Namen mit „ Schädelleuchten“ oder „den Schädel zum Leuchten bringen” übersetzen.

Kapalabhati zeichnet sich durch eine kraftvolle Ausatmung aus, die durch das ruckartige Einziehen der Bauchdecke ausgelöst wird, aus. Die Einatmung  passiert ganz natürlich, eher passiv.

Anleitung zu Kapalabhati nach Anna Trökes: 

  • Komme in einen bequemen und aufrechten Sitz deiner Wahl.
  • Halte dir für einen ersten Versuch die Hand – oder ein Taschentuch – vor die Nase, und atme leicht schnaubend so aus – so als wolltest du einen lästigen Fussel aus dem Nasengang entfernen.
  • Wenn du dich ganz auf das Ausschnauben konzentrierst, wird deine Einatmung ganz automatisch erfolgen – ebenso wie beim richtigen Schnauben! Dabei wird sich ausatmend deine Bauchdecke etwas nach innen bewegen und einatmend wieder vorschnellen.
  • Wenn dir die Atemtechnik klar ist und du vor allem gespürt hast, dass du dich um deine Einatmung nicht kümmern musst, sondern sich ganz der aktiven Ausatmung widmen kannst, dann kannst du mit der eigentlichen Übung beginnen.
  • Atme dafür tief und entspannt ein und beginne dann, ganz leicht und fein schnaubend auszuatmen und automatisch einzuatmen. Mache auf diese Weise zuerst 20, dann 40, dann 60 Atemstöße – und so weiter. Halte deinen Oberkörper und Kopf dabei völlig unbewegt; einzig deine Bauchdecke sollte aktiv sein.
  • Halte inne, wenn du beginnst zu ermüden, und spüre noch eine Weile ruhig nach.

Tipp: Es ist normal, dass zu Beginn die Bauchdecke Mühe hat, sich so schnell und gleichmäßig zu bewegen. Die Bewegung kann deswegen bald anfangen „zu stottern”. Mit zunehmender Übung wird das Stottern verschwinden, und du wirst deine Bauchdecke kraftvoll und koordiniert bewegen können.

Wie oft solltest du üben?  Für einen längeren Effekt solltest du mehrere Minuten am Tag üben, oder aber so wie ich es mag, einfach mehrere Durchgänge hintereinander ausführen.

Wann solltest du Kapalabhati besser nicht üben?
Zunächst sollte man nicht üben nach Operationen im Bauch- oder Brustraum, bei Bronchitis, Lungenemphysem, Rissen im Zwerchfell, einer Neigung zum Hyperventilieren, Entzündungen im Bauchraum oder bei einer bestehenden Schwangerschaft.

DETOX Yoga – diese Asanas entgiften deinen Körper

Den Körper beim Yoga entgiften? Ja, das geht! Asanas mit Drehungen wie z.B. der Drehsitz und der gedrehte Stuhl massieren und stimulieren deine inneren Organe und aktivieren deinen Stoffwechsel.  Leber, Niere, Milz, Magen und Darm werden zuerst „ausgequetscht” und danach mit neuem, nährstoffreichem Blut versorgt. Sozusagen die Resettaste für deinen Körper. Die Organfunktionen werden angekurbelt und du kannst wunderbar entschlacken.

Ausführung: Damit der Darm in die richtige Richtung aktiviert wird, drehe bitte zunächst nach rechts und dann nach links.

Ebenfalls zu empfehlen sind Asanas, die den Bauch massieren, da sie ebenfalls die Verdauung anregen und deinen Körper beim Entgiften unterstützen. Hier liebe ich die Haltung des Kindes mit geschlossenen Knien, weil du hier bei der tiefen Bauchatmung nicht nur die wohlige Massage der Bauchorgane spürst, sondern die Haltung auch wunderbar als Rückzugsort nutzen kannst.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Von Herzen

Nicole

 

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